Aquariumeinrichtung
für Garnelen & Krebse
Generelles zu den Aquarien
Die Einrichtung eines Aquariums ist wichtig, auch wenn es um die Zucht geht.
Die Aquarien haben eine Größe von 50 und 100 Liter was immer von der jeweils
darin gepflegten Art abhängig gemacht wird.
Bei uns sind alle Aquarien mit Hamburger Mattenfilter welche an den Rückwanden
der Aquarien platziert sind ausgestattet. Weiterhin verwenden wir immer Bodengrund,
welchen wir nach der zu pflegenden Garnelenart auswählen. Ich nehme gerne Sand mit
einer Körnung 0-1mm aber auch 1-2mm in verschiedenen Farben. In allen Aquarien sind
Moorkienwurzeln, einige Pflanzenbüschel, Riccia als Schwimmpflanze (da gehen die
jungen Garnelen besonders gern rein) und Javamoos vorhanden. Die Aquarien sind mit Deckscheibe
abgedichtet.
Die Beleuchtung ist für 11 Stunden am Tag eingeschaltet. Neben herkömmlichen
Leuchtstoffröhren verwenden wir auch Sparlampen mit verschiedenen Lichtspektren.
In wenigen Aquarien befinden sich relativ neue Stabheizer mit denen wir die
Temperaturen in den jeweiligen Aquarien regeln. Diese Stabheizer werden von uns
immer nur zwei Jahre verwendet und dann ausgetauscht. Nach einer gewissen Zeit
kleben die Metalle zusammen und der Stabheizer hört nicht auf zu heizen,
was dann fatale Folgen hat. Die Einrichtung der einzelnen Aquarien wurde
um eine Durchflussanlage erweitert. Die Durchflussanlage kann dabei für jedes
Aquarium seperat geregelt werden, je nach dem wie groß die Besatzdichte in dem
Aquarium derzeit ist. Bei Aquarien die anderes Wasser als das welches aus der Wasserleitung
kommt benötigen, wird dann der Teilwasserwechsel von Hand durchgeführt.
Bei manchen Garnelen (zum Beispiel Amanos oder rote Nashorngarnelen) ist für
die Nachzucht bzw. die Aufzucht eine Brackwaserphase notwendig. Diese wird in
einem extra Aquarium simuliert, welches nicht zwangsläufig eingerichtet wird,
da es praktisch temporär zum Einsatz kommt. Auf die Umstände des Brackwassers
wird später an anderer Stelle eingegangen.
Krebse im Aquarium
Zwergkrebse beispielsweise CPO lassen sich bereits ab drei Tieren in einem
Aquarium mit 20 bis 30 Liter Fassungsvermögen pflegen. Bei dem Bodengrund ist
es von Vorteil, wenn man nicht zu hellen Kies oder Sand wählt. Bei der Verwendung
von Kies sollte dieser aber nicht mehr als 3 Millimeter Korngröße aufweisen.
Sind die Steine größer, so können diese von größeren Kebsen verschoben werden,
wenn diese über den Bodengrund laufen und Jungkrebse die in die Spalten der Steine
laufen werden darin sehr schnell zu Tode gequetscht. Die Einrichtung des Aquariums
sollte so gestaltet sein, dass etwas die Hälfte mit Pflanzen bewachsen ist. Diese
Pflanzen sollten Feinfiedrig sein und didcht stehen. Gern gehen die Zwergkrebse auch
auf Javamoos herum, in dem sich unzählige winzige Lebewesen zum fressen tummeln.
Auch Nixkraut sollte nicht fehlen, da die Krebse gern darin verweilen. Weiterhin
ist in jedem Krebsaquarium auch eine Moorkienwurzel zu finden und wir verwenden auch immer
etwas Laub von Buche oder Eiche, welches wir auf dem Bodengrund verteilen.
Tonröhren sind ebenfalls in jedem Aquarium zu finden. Sie sind etwa 6 Zentimeter
lang und hinten geschlossen mit einem Durchmesser von etwa 2 bis 2,5 Zentimetern.
Dies ist wichtig, damit sich die Zwergkebse nach der Häutung zurückziehen und
vor Angreifern in Sicherheit bringen können.
Wie schon erwähnt laufen alle
Aquarien mit Hamburger Mattenfiltern beziehungsweise mit Schwammfiltern die
luftbetrieben sind. Die Beleuchtung ist bei uns nicht sehr hell gewählt aber
noch immer ausreichend für die Pflanzen. Ganz wichtig ist eine gute Abdeckung,
denn die Krebse verspüren immer mal wieder den Drang auf Entdeckungsreise gehen zu wollen.
Löcher die nicht durch Abdeckscheiben verdeckt werden, dichten wir mit Schaumstoff
ab und schon können die Krebse nicht mehr raus und vertrocknen nicht in einer engen
Spalte oder hinterm Schrank. Hier sei der Hinweis angebrcht, dass eine vermehrte
Wanderung der Krebse oft mit falschem Mileu zu tun hat. Dies kann zum Beispiel eine
Vergesellschaftung mit verkehrten Aquarienbewohnern oder aber einfach zu viel
Besatz im Aquarium sein. Bei den Krebsaquarien haben wir bei der Aquarieneinrichtung
auf Heizungen verzichtet, denn die CPOs sind beispielsweise in der Lage mit
Temperaturen zwischen 15°C und 25°C zurecht zu kommen. Dort wo die Krebse in der Natur leben
herrschen ungefähr 1000µS Wasserleitfähigkeit, was bedeutet, dass nicht zu viel Wasserwechsel
gemacht werden muss und der Mulm auch liegen bleiben sollte. Natürlich soll es nicht dreckig
sein, aber schon etwas natürlicher.

